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| » Info |
Hier stellt der Bierclub Jessnitz jeden
Monat ein besonderes Bier vor.
Das Bier des Monats wird regelmäßig von Mitgliedern
(meistens nur von den Vorstandsmitgliedern) des Clubs gewählt
und sollte natürlich über herausragende Geschmacksqualitäten
verfügen.
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| August 2010: Brauerei Simon Weißbier |
| Herkunft:
Mittelfranken |
Wertung:
2,00 * |
Vol.-% Alk.: 5,4 |
Website der Brauerei |
Das Weißbier der Brauerei Simon zeigt sich dunkelbernsteinfarben bis braun sowie weißbiertypisch trüb. Der Schaum ist haltbar und besitzt mittelgroße Poren. Malzig im Antrunk, schön fruchtig. Weitere Attribute sind eine leichte Karamellsüße, zartes Zitrusaroma ohne große Säuerlichkeit und ein Hauch Nelke. Ein erfreulich aromatisches Weißbier, das nicht zu überladen oder schwer erscheint. Im Abgang wenig malzbitter. Ein sehr interessantes Weißbier.
Die Brauerei Simon befindet sich im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz im
Landkreis Nürnberger Land. Die Brauerei besteht seit weit über 100 Jahren und konzentriert sich auf ein kleines Sortiment - neben dem hier beschriebenen Weißbier gibt es noch ein Vollbier nach fränkischer Art ("Spezial") sowie einen dunklen Weizenbock ("Schwarze Kuni") für die Winterzeit. |
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<-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert) |
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Brauerei Simon Weißbier |
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| Juli 2010: Braumanufaktur Potsdamer Stange |
| Herkunft:
Brandenburg |
Wertung:
2,25 * |
Vol.-% Alk.: 4,8 |
Website der Brauerei |
Selten genug haben wir diesmal mit der "Potsdamer Stange" ein Monatsbier, das von der Brauerei als "Kräusenbier" eingestuft wird. Unsere Verkostungsnotiz zum Bier lautet wie folgt: Gut haltbarer und sehr feiner Schaum. Hellbernsteinfarben (orange), trüb. Malziger Antrunk, samtig, sehr weich und geschmeidig, sehr getreidiges Malzaroma, schön malzfruchtig, Erdnußaroma, Abgang etwas malzbitter und nur leicht gehopft, überdurchschnittliches Hausbraubier.
Die "Potsdamer Stange" ist ein Biobier der Braumanufaktur Forsthaus Templin in Potsdam. Damit wird die Tradition des Potsdamer Stangenbieres aufgegriffen. Das Potsdamer Stangenbier ist ein Kräusenbier, das seit (mindestens) dem 19. Jahrhundert aus den gleichnamigen hohen, stangenförmigen Gläsern getrunken wird. Auch unter dem „Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I. und dem „Alten Fritz" soll bereits von der Königsbrauerei zu Potsdam ein obergäriges Schankbier, wegen der hohen Gläser „Stangenbier" genannt, als fester Bestandteil der Soldzahlungen an die Soldaten geliefert worden sein. Das Potsdamer Stangenbier konnte früher sowohl ober- als auch untergärig gebraut werden. Im ausgehenden 19. Jahrhundert und am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Stangenbier auch im nahe gelegenen Werder und in Berlin gebraut.
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| Juni 2010: De Molen Amerikaans |
| Herkunft:
Südholland |
Wertung:
2,00 * |
Vol.-% Alk.: 4,5 |
Website der Brauerei |
"De Molen Amerikaans" wird dem Brauer zufolge als "American Bitter" eingestuft. Seine Farbe ist kupfergolden - das Bier zeigt einen schönen Farbverlauf von golden nach rostbraun, wenn man es aus einer dünnen Pilstulpe trinkt (Achtung: keine artgerechte Haltung!). Leicht trüb, mit feinem Schaum, der sehr lange hält. Malziger Antrunk der leichten Sorte, Malz bleibt mild, etwas grasig - bis dahin einem englischen Bitter entsprechend. Dann wird es jedoch schnell sehr hopfenlastig, der US-amerikanische Amarillohopfen sorgt für ein großartiges Hopfenaroma mit angenehmer Herbe und zitrusfruchtiger Bittere. Nach hinten heraus ein kerniger und sehr aromatischer Auftritt mit subtiler Süße. Erscheint damit sowohl wie ein US-amerikanisches IPA, als auch wie ein klassiches Bitter, was laut Brauerei gewollt ist. Hier sollte das Beste aus alter und neuer Welt zusammengeführt werden. Fazit: leichtgängiger und dennoch sehr aromatischer IPA/Bitter-Zwitter.
Die Brauerei De Molen im südholländischen
Bodegraven
wird von
Menno Olivier
geleitet und bietet mit gerade einmal
500
hl Jahresausstoß an reiches Sortiment an erstklassigen Bieren. Preise bei Bierfestivals wie dem
"Stockholm Beer and Whisky Festival"
und Konsumentenportalen wie RateBeer.com waren der kleinen Brauerei in den letzten Jahren sicher. Dem Namen entsprechend führt die Brauerei eine Mühle im Wappen.
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<-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert) |
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
De Molen Amerikaans |
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| Mai 2010: Rolinck Pilsener Premium |
| Herkunft:
Westfalen |
Wertung:
2,25 * |
Vol.-% Alk.: 4,8 |
Website der Brauerei |
Das Pilsener aus dem Hause Rolinck zeigt sich pilsgelb mit erwartungsgemäßer Schaumbildung. Der Antrunk ist leicht malzig. Feines Malz mit Getreideanklang, sehr leichtfüßig - jedoch nicht wäßrig. Der Abgang fällt schön hopfenherb aus mit zupackendem Hopfen ("bissig"). Die Herbe bleibt noch einige Zeit lang auf der Zunge. Insgesamt gesehen ein gutes und sehr sortentypisches Bier. Die Brauereiwebsite schmückt sich daher verdient mit der Goldmedaille, die mit diesem Bier beim World Beer Cup 2004 eingeheimst werden konnte. Die Brauerei Rolinck im westfälischen Steinfurt gehört seit Januar 2007 zur Krombacher Brauerei.
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<-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert) |
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Rolinck Pilsener Premium |
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| April 2010: Hartmann Bock |
| Herkunft:
Oberfranken |
Wertung:
2,25 * |
Vol.-% Alk.: 7,0 |
Website der Brauerei |
"Hartmann Bock" ist dunkelbraun, gefiltert und wird von einem weiß-braunen Schaum gekrönt. Zum Geschmack und Aroma: malziger Antrunk, betont süßlich, ein Sammelsurium aus Kandiszucker-, Karamell- und Kaffeearoma, irgendwie regelrecht zuckersüß - eine tolle Nachspeise. Das Malz bleibt dabei leicht rauchig-röstig und schlägt nicht über die Strenge. Der Abgang gestaltet sich angenehm malzbitter mit leichtem Hopfenanklang. Das Bier wirkt längst nicht so stark wie der Alkoholgehalt von 7,0 Vol.-% vermuten läßt. Es schmeckt wie ein fränkisches Dunkles mit Milchkaffee und Extrazuckerzusatz. Die Flasche besitzt ein nettes Etikettmotiv auf dem ein Bock eine Kellnerin "drangsaliert". "Hartmann Bock" ist ein saisonal erhältliches Bockbier der Familienbrauerei Hartmann in der fränkischen Schweiz.
Die Brauerei besitzt als einstige
Erb- und Brauschenke
das Schankrecht seit dem Jahr 1550 und zählt sich zu den ältesten Brauereien in Bayern.
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<-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert) |
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Hartmann Bock |
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| März 2010: Victory Prima Pils |
| Herkunft:
Pennsylvania |
Wertung:
2,25 * |
Vol.-% Alk.: 5,3 |
Website der Brauerei |
Laut Brauereiwebsite besitzt "Victory Prima Pils" 5,3 Vol.-% Alkohol - auf dem Etikett steht dies leider nicht. Seine Erscheinung ist pilsgelb bzw. hellgolden und ganz leicht trüb. Das Bier verströmt einen hopfigen Geruch. Der schlanke bis leicht malzige Antrunk wird schnell überschattet von einer stark hopfenbetonten Würzigkeit und einer subtilen Süße. Das Hopfenaroma tritt sehr kämpferisch und herzhaft auf - geradezu urtümlich. Zum Ende hin zeigt sich eine Mischung aus starker Hopfenherbe und deutlicher Bittere. Das "Prima Pils" könnte als überaus stark gehopftes Keller-Pils gesehen werden, mit einem vielschichtig-komplexen Hopfenaroma. Der groß abgebildete Hopfendolden auf dem Vorderetikett verspricht sicher nicht zu viel.
"Prima" ist deutsch und soll das Gefühl beim ersten Kostens dieses Bieres sein - das Etikett meint dazu: "Prima! An exclamation of joy. A recognition of accomplishment. Though it's spoken in German, it's felt in all languages. It's what escaped from our lips as we sampled our first brew of this mighty Pilsner beer. Though we'd been through a few in our years with other breweries, finally, with whole flower European hops and fine German malts we had achieved what we'd sought for so long. Prima... an exclamation of Victory! Prost!"
Die
Victory Brewing Company wurde 1996 von
Ron Barchet und Bill Covaleski als Brauereigasthof in Downingtown (Pennsylvania) gegründet mit dem Ziel die deutsche Bierbrautradition in diesem Bundesstaat der USA wiederaufleben zu lassen. Beide haben ihr Handwerk unter anderem in Bayern erlernt und brauen heute eine Reihe von Bieren, die einen exzellenten Ruf in Nordamerika genießen. |
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<-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert) |
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Victory Prima Pils |
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| Februar 2010: Ayinger Jahrhundert-Bier |
| Herkunft:
Oberbayern |
Wertung:
2,00 * |
Vol.-% Alk.: 5,5 |
Website der Brauerei |
| Seine Erscheinung ist gelb bis hellgolden und minimal trüb (Lagerzeit bei uns circa 4 Monate, MHD 03.10). Zum Geschmack: Malziger Antrunk, leicht malzaromatisch, zarte Kräuternote, angenehm herzhaft. Es ist dennoch kein besonders kräftiges Export; es gibt sich eher schlank und elegant, ausgewogen, sanft und interessant. Der Abgang ist moderat hopfenherb mit einem leicht würzigen Unterton, zudem wenig malzbitter. Zum Namen: Dieses Bier wurde erstmals 1978 anläßlich des 100-jährigen Jubiläums der Brauerei eingebraut. "Ayinger Jahrhundert-Bier" konnte im Test des Magazins ÖKO-TEST Ausgabe August 2009 den ersten Platz unter 46 getesteten Sorten belegen. Die Brauerei Aying kommt heute bereits auf über 130 Dienstjahre und wird von der Familie
Franz Inselkammer geführt. Die Brauerei gibt an, die einzige Privatbrauerei im Landkreis München zu sein und betreibt zudem einen Brauereigasthof im Zentrum des Dorfes Aying. Die Brauerei produziert etwa mit 80 Mitarbeitern
140.000 hl Bier pro Jahr und übernimmt auch die Abfüllung für die Klosterbrauerei Reutberg. |
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<-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert) |
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Ayinger Jahrhundert-Bier
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| Januar 2010: Fiedler Magisterbräu Schwarzbier |
| Herkunft:
Erzgebirge |
Wertung:
1,75 * |
Vol.-% Alk.: 4,7 |
Website der Brauerei |
Das Magisterbräu aus dem Hause Fiedler zeigt sich im Glas schwarz mit einem rotbraunem Schimmer. Der Schaum ist zurückhaltend. Der mild-malzige Antrunk wird begleitet von einer fast subtilen Malzsüße, die jedoch mangels größerer Bittere/Herbe gut hervorkommt. So entsteht ein sehr ausgewogenes, elegantes und lediglich mild-röstmalziges Schwarzbier. Ebenfalls nur angedeutet werden Fruchtaromen aus der Pflaumen- und Rosinenecke. Der Abgang ist kaum malzbitter oder hopfenherb. Fiedler Magisterbräu ist ein sehr gutes Exemplar eines leichtgewichtigen Schwarzbieres, man sollte jedoch besser nichts dazu essen – die zarten Aromen gehen sonst zu sehr unter.
Die Brauerei Fiedler liegt im erzgebirgischen Oberscheibe und wird seit mehreren Generationen als Familienbetrieb geführt. Auch die DDR-Zeit konnte mit einigen Höhen und Tiefen durch- und überlebt werden. Die jährliche Produktionsleistung beträgt circa
13.000 hl berichtet die Website der Brauerei. Als Auszeichnung Ihres Magisterbräus bekam die Brauerei Fiedler am
18. November 2009 in Nürnberg den European Beer Star in Silber überreicht (Kategorie "German Style Schwarzbier"). |
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Hinweis zu den Wertungsnoten unserer Monatsbiere |
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* Die hier genannten Wertungen entsprechen der Verkostungsnote, die für ein Bier zum Zeitpunkt seiner Wahl zum "Bier des Monats" aktuell war.
Spätere Wiederholungsverkostungen der Biere haben also keinen Einfluß auf die oben aufgeführten Wertungen.
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Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Brauereien oder bei uns (selbst photographierte Sachen).
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