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Note

2,00

(Schulnotenskala 1–6)
Datum

(zuletzt getestet)
Bierstil

Belgisches Ale

Alkoholgehalt
6,2 %
Herkunft

Belgien Villers-devant-Orval, Provinz Luxemburg, Wallonien

Brauerei   Brasserie d'Orval

Brasserie d'Orval S.A., B 6823 Villers d'-Orval, Belgium

Netzadresse der Brauerei 

https://www.orval.be/

Bewertung

Leichtes Gushing beim Öffnen der Flasche. Bernsteinfarben, dunkelorange, mitteltrüb. Heller Schaum mit riesigem, lang anhaltendem Volumen, zwischen feinporig und grobporig-schaumig, haftet am Glas. Im Geruch belgische Hefe, Brot, Rosine, Gewürze, Nelke, Koriander, Salz, Grapefruit, Blüten, Parfüm. Komplex und hopfig in der Nase. Im Antrunk malzig. Geschmack von Champagner, Brot, zartem Karamell, Trockenfrüchten. Kaum Malzsüße. Umso mehr feine Säure. Lebhafte Kohlensäure. Textur hauptsächlich weich. Im Abgang überaus trocken, kompromißloser Hopfen mit feinen Gewürzen. Die Bittere hängt einige Zeit lang nach. Fazit: Ein Feinschmeckerbier. Unbequem und tiefgründig.

Der im Jahr 2009 versprochene Wiederholungstest wurde hiermit durchgeführt. Es ist wie damals ein bald einjähriges Orval, das heißt, ein etwas gereiftes aber dennoch junges Exemplar: Bottled on 03/09/2021, Best before 03/09/2026B. Womöglich sind die Tester jedoch nun erfahrener in ihrem Urteil.

Da Orval in einer Trappistenabtei gebraut wird, darf sich dieses Bier als eines der wenigen in Belgien tatsächlich "Trappistenbier" nennen.

Es ist das einzige Bier der Trappistenbrauerei für die allgemeine Öffentlichkeit. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Für ein Café in der Nähe der Brauerei brauen die Mönche ein leichteres Bier vom Faß mit lediglich 4,5 % ABV, das es zuvor auch als Flaschenabfüllung mit 3,5 % ABV gab. Dieses Leichtbier nennt sich „Petit Orval“ (Belgian Ale – Dark/Amber, auch in der Top 50 bei ratebeer.com).

ratebeer.com:
Belgian Ale – Pale/Golden/Single
Top 50
99/100

Einzelnoten unserer Tester

TR: 2


Frühere Tests von Orval
Datum Kommentar Tester Note
Komplexes Trappistöl
TK: 4,5
TR: 2,5
3,50
Bewertung

Bernsteinfarben, trüb. Zu stark aufschäumend. Vollmundig-malzaromatisch. Wenig malzsüßlich, dafür umso säuerlicher (Zitrus). Wie bei den belgischen Ales üblich, viel Gewürz in Geruch und Geschmack: Nelke oder Koriander, interessante Fruchtaromen. Auffällig salzig. Durch den hopfigen und sehr bitteren Abgang wird das Bier zum schwierigen Patienten. Eigentlich zu komplex. Unserer Meinung nach gibt es in Belgien einige Biere, die den obligatorischen Aromenzirkus der Abtei-/Trappistenbiere besser und harmonischer auf die Reihe bekommen. Fazit: Nicht das unübertroffene Riesenbier, als das Orval gelegentlich betitelt wird.

Angaben zu unserem Exemplar: Abfülldatum 20/06/2008, MHD 20/06/2013. Wir hatten damit ein etwa einjähriges Orval zur Hand, ein Zeitpunkt zu dem sich bereits die sortentypischen Eigenschaften zeigen sollten. Bei Gelegenheit wiederholen wir den Test mit einem reiferen Exemplar, vielleicht müssen wir selbst auch noch ein wenig für Orval reifen. Unser Testexemplar war für den skandinavischen Markt bestimmt: "EXPORT III Trappistöl".

Da Orval ein Kloster des Trappistenordens ist, darf sich dieses Bier als eines der wenigen in Belgien tatsächlich "Trappistenbier" nennen.

Übrigens ist die Prozentangabe zum Alkoholgehalt auf dem Etikett lediglich ein Mittelwert. Beim Abfüllen soll das Bier nur etwa 5,2 Vol.-% haben, durch Zugabe von flüssigem Zucker und frischer Hefe gärt das Bier weiter (laut Brauereiwebsite) und der Alkoholgehalt kann bis auf 7,2 Vol.-% steigen.