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Bitterfelder Dunkel (Etikettausschnitt)

Das Bitterfelder Dunkel zeigt sich schwarz mit rotbraunem Schimmer, überdeckt von hellbraunem Schaum. Bei späteren Gläsern aus unserem Testexemplar, eine 2,0-Liter-Flasche, wandelte sich die Schaumfarbe zu einer beinahe weißen Farbe. Das Bier wurde gefiltert. Erstes Geschmacksempfinden: Eleganter, schlanker Eindruck, aber nicht dünn. Somit eher malziger Antrunk, Röstmalz präsent – jedoch mild, zart malzsüßlich. Rosine im Hintergrund. Süffig und ausgewogen, könnte aromatisch einen Tick mehr wagen. Erscheint im Verlauf zunehmend malzfruchtig. Der Abgang ist angenehm, das heißt passabel gehopft, dazu gesellt sich eine deutliche Malzbittere. Fazit: Ein süffiges Sorglosdunkel.

Die Geschichte des Bierbrauens in Bitterfeld im Sinne industrieller Herstellung beginnt im Jahr 1880 mit der Brauerei Albert Brömme. Nach Umfirmierung in eine Aktiengesellschaft 1891, kam es 1949 zur Eingliederung der Brauerei ins Wirtschaftssystem der DDR, was ab 1978 zur recht sperrigen Formulierung "VEB Brauerei Bitterfeld im VEB Getränkekombinat Dessau" führte. Ähnlich sperrig sollen zu dieser Zeit auch die Biere der Brauerei gewesen sein, was nicht zuletzt 1990 zur Schließung der Brauerei führte.

Im Jahr 2009 erfolgte die Neugründung als Brauerei Bitterfeld GmbH durch den Getränkegroßhändler Harald Eisenmann. Die kirchliche Weihung der Braukessel und der Startschuß für den ersten Biersud fanden am 17. Dezember 2009 statt. Die Braustätte wird nicht als Gasthausbrauerei betrieben, sondern produziert sowohl für den Handel, als auch für die Gastronomie der Region. Ursprünglich waren 1.000 Hektoliter Bier für das Jahr 2010 geplant. Dieses Produktionsvolumen dürfte vermutlich überschritten werden, da die Brauerei bereits kurz nach dem Verkaufsstart von "riesiger Resonanz und Nachfrage" sprach und an einer Kapazitätserweiterung der Brauerei arbeitet. Insbesondere wird an eine Abfüllanlage gedacht, da die derzeit erhältlichen Flaschen mit 0,75 Liter und 2,0 Liter Inhalt noch von Hand abgefüllt werden müssen.

Note: 1,75

Herkunft: Sachsen-Anhalt

Alkohol: 4,9 %

Netzadresse: http://www.bitterfelder-bier.de/

Eintrag in der Testdatenbank
Bitterfelder Dunkel (Etikettausschnitt)
Teil des Flaschenetiketts (Quelle: selbst photographiert)